Ratgeber für HR und BGM
BGM-Kennzahlen, die du nachvollziehen kannst.
Eine Quote wird erst aussagekräftig, wenn klar ist, wer gezählt wird und in welchem Zeitraum. Beginne mit wenigen sauber definierten Kennzahlen.
Kurz beantwortet
Welche KPIs gehören ins BGM-Reporting?
Für die Steuerung eignen sich beispielsweise Registrierung, Teilnahme, wiederkehrende Nutzung und Terminauslastung. Definiere für jede Kennzahl Zielgruppe, Zeitraum, Zähler, Nenner und Datenquelle. Teilnahme beschreibt Nutzung; sie belegt weder einen Gesundheitsgewinn noch einen wirtschaftlichen Effekt.
Sechs Kennzahlen mit eindeutiger Bezugsgröße
Das sind redaktionelle Arbeitsdefinitionen für deine Planung. Sie sind keine Aussage darüber, dass jede Kennzahl automatisch aus FIT-UP exportiert werden kann. Kläre verfügbare Daten und zulässige Auswertungen vor dem Start. Die Definition einer wiederkehrenden Nutzung braucht mindestens zwei festgelegte Wochen im Zeitraum.
| Kennzahl | Zähler | Nenner |
|---|---|---|
| Registrierungsquote | Eindeutig registrierte Personen der Zielgruppe | Zugangsberechtigte Personen derselben Zielgruppe |
| Teilnahmequote | Eindeutige Teilnehmende am definierten Angebot | Für dieses Angebot eingeladene Personen |
| Wiederkehrende Nutzung | Personen mit Nutzung in mindestens zwei definierten Wochen | Im betrachteten Zeitraum aktiv nutzende Personen |
| Terminauslastung | Wahrgenommene Einzeltermine | Tatsächlich angebotene Einzeltermine |
| Abschlussquote | Personen mit dem vereinbarten Abschluss | Gestartete Personen desselben Durchgangs |
| Feedback-Rücklauf | Eindeutige gültige Rückmeldungen | Zur Rückmeldung eingeladene Personen |
Personen, Termine und Aktivitäten nicht verwechseln
Eine Person kann an einem Gesundheitstag mehrere Stationen besuchen. Das sind mehrere Einzeltermine, aber nur eine Person. Viele Aktivitäten derselben Person erhöhen wiederum nicht die Zahl der Teilnehmenden. Dokumentiere deshalb die Zähleinheit neben jeder Zahl.
Eigenes Rechenbeispiel: 30 eindeutig gezählte Teilnehmende aus 120 eingeladenen Personen ergeben eine Teilnahmequote von 25 Prozent. Besuchen diese Personen insgesamt 45 Stationstermine, bleibt die Teilnahmequote unverändert. Für eine Terminauslastung brauchst du zusätzlich die Zahl der angebotenen Einzeltermine. Dieses Beispiel ist kein FIT-UP-Benchmark.

Vergleichbarkeit vor dem Vergleich prüfen
Mittelwerte von Abteilungsquoten können irreführen, wenn die Gruppen unterschiedlich groß sind. Addiere für eine zulässige Gesamtquote die passenden Zähler und Nenner. Monatswerte eindeutig gezählter Personen darfst du nicht einfach zu einer Jahreszahl addieren: Dieselbe Person könnte in mehreren Monaten vorkommen.
- Denselben Zeitraum und dieselbe Definition verwenden.
- Eintritte, Austritte und Änderungen der berechtigten Zielgruppe festhalten.
- Ausfälle, fehlende Daten und technische Änderungen dokumentieren.
- Quoten aus passenden Gesamtzählern und Gesamtnennern berechnen.
- Kleine Gruppen und frei kombinierbare Filter vor identifizierenden Auswertungen schützen.
Aus Kennzahlen eine organisatorische Aufgabe ableiten
Liegt die Teilnahme unter deinem eigenen Ziel, prüfe Einladung, Zugang, Termin und Kapazität. Leite daraus eine konkrete Aufgabe ab und benenne die verantwortliche Person. Die Zahl allein erklärt den Grund noch nicht. Besprich dazu freiwilliges Feedback ohne persönliche Gesundheitsangaben.
Trenne Nutzung, beobachtete betriebliche Entwicklungen und wirtschaftliche Modellannahmen im Bericht. Die KPI-Vorlage hilft bei den Definitionen. Die Berichtsvorlage ergänzt Entscheidungen und Zuständigkeiten. Der tatsächliche Reportingumfang der modularen FIT-UP Plattform wird separat vereinbart.
- Fehlender Nenner bedeutet „nicht verfügbar“, nicht null Prozent.
- Jede Kennzahl bekommt eine Datenquelle und einen Prüftermin.
- Zielwerte intern begründen statt allgemeine Benchmarkwerte erfinden.
Deine KPI-Vorlage mit nachvollziehbaren Quoten
Sechs Kennzahlen mit Eingabefeldern für Zeitraum, Zähler, Nenner, Quelle und nächste Aufgabe. Prüfe die Definitionen und passe sie an dein Angebot an.
Ohne Anmeldung · Bearbeitbare Vorlage · Stand: 4. Oktober 2026. Gelbe Felder sind Eingaben. Fehlende Zahlen bleiben als n.a. erkennbar; Formeln aktualisieren sich mit deinen Angaben.
Grenzen: Was das nicht ist
- Kennzahlen zur Nutzung belegen keine Ursache für Veränderungen von Fehlzeiten oder Fluktuation.
- Die Vorlage enthält eigene Definitionen; verfügbare Produktauswertungen und Datenschutzregeln müssen dazu passen.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Teilnahmequote?
Teile eindeutig gezählte Teilnehmende durch die für dieses Angebot eingeladenen Personen derselben Zielgruppe und desselben Zeitraums.
Welche Teilnahmequote ist gut?
Ein allgemeiner Zielwert passt nicht zu jedem Format. Lege ein eigenes Ziel mit Kontext fest; hier werden keine unbelegten Benchmarks genannt.
Was tun wir bei einem fehlenden Nenner?
Kennzeichne die Quote als nicht verfügbar. Ein fehlender Wert darf nicht als echte Null dargestellt werden.
Kann ich Monatsquoten mitteln?
Prüfe die Definition und Bezugsgrößen. Für eine passende Gesamtquote verwendest du Gesamtzähler und Gesamtnenner; eindeutige Personen dürfen nicht mehrfach gezählt werden.
Weiterlesen bei FIT-UP
Herausgegeben von der FIT-UP GmbH, Linz (Österreich) – Anbieterin einer Plattform für betriebliches Gesundheitsmanagement in Österreich und Deutschland. Zuletzt aktualisiert: 04.10.2026.
Dein Bedarf. Die passenden Bausteine.
Die gesamte FIT-UP Plattform ist modular. Wir besprechen, welche digitalen Angebote, Leistungen vor Ort und persönliche Begleitung zu deinem Unternehmen passen.
Passend zu deinem nächsten Schritt
Vom Thema zur passenden Lösung
BGM-Software
Anforderungen an Software klären und die passenden Funktionen auswählen.